Piotr-Mariusz Urbaniak über Maxima:

Die Malerei ist ein Bilderbuch. Immer erzählt es eine Geschichte. Die Geschichten werden Anekdoten, die Histörchen werden Geschichtchen. Aus gemalten Bildern werden dann Chroniken oder Kunstinformationen, die immer wieder weitere künstlerische Personalien bilden wollen. Sehr oft wird dabei die Erzählungsgrenze überschritten und das Malen der Bilder als Historiographie beurteilt.
Viele Künstler lernen semesterlang die unsichtbaren Kunstwelten zu verstehen und setzen alle beweglichen Mittel ein, um ihre Ziele zu erreichen. Die malerischen Beschreibungen der Malerei sind keine Malchronik.
 Ich war dabei, als Maxima das allererste Mal den Malpinsel auf die erste Leinwand gesetzt hatte. Sie hat damit sehr lange gewartet. Immer wieder keimten bei ihr die Ideen, die Visionen und verträumten Träume auf eine andere Art zu entfalten. Ihre Vorliebe für die Natur und für die Pflanzenwelt manifestiert sich in ihrer Liebe zur Heilkunde. Ganz besonders versteht sie die fernöstlichen Prägungen und Impulse, die ihre Biografie und ihre beruflichen Wege als Naturheilkundlerin vereinigen.
Hinzu kam die visuelle Kunst auf einmal. Sie benutzte sofort das Kunsthandwerk und begann, die neuen Welten zu kreieren. Maxima mischte nicht die Farben, die sie in der Umgebung gesehen hatte, sondern transformierte die optische Ausstrahlung auf die Leinwand. Ihre Landschaften sind gleichzeitig das geschaffene Land, Berge, Gärten, Seen. Immer wieder Wasser und Feuer. Unzertrennlich voneinander.
Die bizarren Konturen der Vulkane könnten aber gleichzeitig die versunkenen Landpartien dokumentieren. Sehr fotografisch und realistisch zeigen sich die Umrandungen. Eine sehr reife Kunst entsteht, und man merkt, dass die Werke multiple Sprachen sprechen. Nicht immer möchte man das sehen, was die Künstlerin sieht. Und gerade das ist ein Zeichen der heilenden Kraft, die ihre strahlenden Kunstpersonalien als meditatives Universum positioniert.

Fragen Sie uns nach weiteren Motiven: Kontakt